Parodontitis

Blutendes Zahnfleisch ist der erste, und meistens auch der einzige für den Patienten wahrnehmbare Hinweis, dass das Parodont, das Gewebe das den Zahn im Kieferknochen verankert, krank ist.

Bei der Dentalhygienebehandlung wird während jeder Sitzung, zwischen Zahnfleisch und Zahn, die Tiefe mit einer stumpfen Sonde gemessen. Beim gesunden Parodont umgeben die Gewebefasern den Zahn so straff, dass man 1-max. 3mm messen kann. Bei einer Parodontitis, der entzündlichen Erkrankung des Parodonts, sind die Fasern und der Kieferknochen zerstört und die Sondierungstiefe beträgt mehr als 4 Milimeter.

An Stelle des Faserapparats ist eine sogenannte "Tasche" entstanden, die mit Bakterien, Zahnstein und oft auch Eiter gefüllt ist. Bleibt diese Situation unbehandelt, lockert sich der Zahn und geht verloren.

Drei von vier Menschen leiden irgend einmal im Leben an Parodontitis!

Je früher Parodontitis erkannt und behandelt wird, umso einfacher ist die Therapie und umso kleiner ist das Risiko, dass die Zähne ausfallen.

Parodontitis wird durch Bakterien verursacht, die sich auf den Zähnen ablagern und sich bei nicht optimaler Mundhygiene stark vermehren. Falls man diese Ablagerungen nicht regelmässig entfernt, werden sie hart, es entsteht Zahnstein der dem Parodont schadet. Die gute Mundhygiene, sowie die regelmässige Entfernung des Zahnsteins und der Bakterienbeläge (Biofilm) ist der beste Schutz vor Parodontitis.

Wichtig !
Parodontitispatienten haben ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt, Hirnschlag, Diabetes und Frühgeburt !

Herzinfarkt :
Personen mit einer unbehandelten Parodontitis, erleiden im Alter oft einen Herzinfarkt. Die Giftstoffe der Bakterien, die Parodontitis verursachen, rufen Veränderungen an den Blutgefässen hervor. Die Infektion zu den Organen findet via Blut statt.

Hirnschlag :
Der Zusammenhang zwischen Parodontitis und Hirninfarkt ist schon länger bekannt und verläuft gleich wie beim Herzinfarkt.

Diabetes :
Die Parodontitis kann Diabetes auslösen, andererseits erschwert ein schlecht behandelter Diabetes die erfolgreiche Behandlung der Parodontitis.

Frühgeburt :
Parodontitis bei einer schwangeren Patientin beeinträchtigt das Wachstum des Embryos. Etwa 80 % der untergewichtigen Frühgeburten sind durch die Parodontitis Ihrer Mütter verursacht.


Anzeichen von Paradontitis

Blutet Ihr Zahnfleisch beim Zähneputzen, bei Berührung oder beim Essen harter
Nahrung?
Fühlt sich Ihr Zahnfleisch geschwollen oder empfindlich an?Hat sich das Zahnfleich
zurückgezogen?
Scheint es, dass Ihre Zähne länger geworden sind?
Hat sich die Stellung Ihrer Zähne verändert?
Finden Sie, dass die oberen und die unteren Zähne anders zusammenbeissen als
früher?
Haben sich Lücken zwischen den Zähnen gebildet?
Haben sie dauernd Probleme mit starkem Mundgeruch?

Behandlung von Paradontitis

Ohne Bakterien gibt es keine Parodontitis.
Damit die Parodontitis heilen kann müssen sämtliche Beläge (Zahnstein und
Plaque) von den Zähnen entfernt werden und dem Patienten muss eine perfekte
Mundhygiene instruiert werden.
Die Zahnreinigung unter dem Zahnfleisch ist eine recht zeitaufwändige Prozedur,
die wegen der Entzündung und je nach Tiefe der Taschen, schmerzhaft sein kann.
Der Sieg über die Parodontitis bedingt die Zusammenarbeit eines Teams. Den
Patienten, die Dentalhygienikerin und in schlimmen Fällen den Parodontologen.
Vereinte Kräfte helfen auch diese Krankheit vorzubeugen und bei behandelten
Patienten ein Leben lang zu erhalten!
Für den Langzeiterfolg ist die regelmässige Kontrolle und Zahnreinigung
bei der Dentalhygienikerin wichtig.


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